Halloween - ein Risiko für Kinder mit AllergienSüßes oder Saures kann krank machen12.09.2009 Cindy Maréchal Nach dem keltischen Kalender findet in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November der Jahreswechsel statt, bei dem die Druiden den Toten Opfer brachten. Ursprünglich ein heidnischer Brauch, entwickelte es sich nach und nach zu einem christlichen Festtag (Allerheiligen). Inzwischen handelt es sich bei Halloween um ein Fest, bei dem kaum noch christliche Sitten, sondern vielmehr wieder heidnische Bräuche stattfinden. So wandern nicht mehr nur in Amerika sondern auch hierzulande verkleidete Kinder an diesem Abend durch die Straßen und bitten die Hausbewohner um Süßigkeiten. Allergische Kinder in GefahrKinder unterschätzen oft das Risiko und sind häufig auch in Bezug auf möglicherweise auftretende allergische Reaktionen unbedacht. Müssen Sie zu Hause - sei es aus gesundheitlichen oder anderen Gründen - Verzicht üben, ergreifen sie außer Haus gern einmal die Gelegenheit, ohne Einschränkung naschen zu können. Allergische Reaktionen können von schwer wiegenden körperlichen Beschwerden bis hin zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock führen. Dies gilt es auch an Halloween soweit als möglich zu vermeiden. Risiko Halloween - Süßes oder Saures mit allergischem PotenzialViele Süßigkeiten und Naschereien werden heutzutage mithilfe von Zusatzstoffen verschiedenster Art hergestellt. Viele Menschen reagieren mit körperlichen Beschwerden auf einzelne dieser Stoffe in Lebensmitteln. Hierzu zählen insbesondere:
Häufig enthalten die süßen Snacks auch allergene Zutaten oder zumindest Spuren davon, die für manche Allergiker schon zum Verhängnis werden können. Die häufigsten Allergene in Süßigkeiten sind:
Sorgen Sie vor, damit auch allergische Kinder Halloween unbedacht feiern könnenVerbieten Sie Ihrem Kind nicht alles und jedes, sondern zeigen Sie ihm brauchbare, ungefährliche Alternativen auf. Nur so kann es lernen, verantwortungsvoll mit der eigenen Erkrankung umzugehen und selbst zu entscheiden, was ihm gut tut. Eltern und Kindern sollten beispielsweise gemeinsam eine Süßigkeitenmenge festlegen, so erlernen und erleben die Kinder sehr schnell, ab welcher Verzehrsmenge es ihnen schlechter geht. Tipps für den Süßigkeiten-Vorrat an Halloween
Beispiele für alternatives Halloween-NaschwerkViele Naschereien lassen sich gut selbst herstellen, hierbei kann Unverträgliches weggelassen oder wenn nötig durch eine Alternative ersetzt werden:
Im Handel sind aber auch viele alternative Produkte erhältlich:
Sollten Sie selbst oder ein Familien-Mitglied von allergischen Erkrankungen betroffen sein, muss die jeweilige Allergie in der gesamten individuellen Ernährungsweise (Mahlzeiten zu Hause, bei Freunden, auf Reisen, in der Schule) im Alltag Berücksichtigung finden. Hier muss das allergische Potenzial schon beim Einkauf und auch bei der Zubereitung sorgfältig bedacht werden. Literatur:Buchart, Karin: Nahrungsmittelallergie - Ein Leitfaden für Betroffene. Studien Verlag (Innsbruck, 2003), Broschiert, 219 Seiten, EUR 19,90 Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Aid) e.V. (Herausgeber): Lebensmittelallergien. Aid (Meckenheim, 2000), broschiert, 46 Seiten Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Aid) e.V. (Herausgeber): Achten Sie aufs Etikett!. Aid (Meckenheim, 2005), broschiert, 82 Seiten, EUR 3,50 Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Aid) e.V. (Herausgeber): Die Zutatenliste. Aid (Meckenheim, 2008), broschiert, 51 Seiten, EUR 2,50 Urheberrecht: Cindy Maréchal. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
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